WERKSTATTGESPRÄCH: GERD-RUGE-STIPENDIUM

Info

Das Gerd-Ruge-Stipendium der Film- und Medienstiftung NRW ermöglicht jungen Filmemachern die Entwicklung und Vorbereitung eines Dokumentarfilms für das Kino. In dem Werkstattgespräch gibt die Stipendiatin Susanne Binninger (FIGHTER D 2016 • 100 Min.) sowohl jungen Filmemachern wie auch dem interessierten Kinopublikum Einblicke in die Entwicklung ihres Projektes. Sie berichtet von Erfolgen und Schwierigkeiten bei der Recherche und über den Weg von den Dreharbeiten bis zur Fertigstellung des Films.

Bochum: 29.1. 19h / Köln: 1.2. 19.30h - anschl. Werkstattgespräch mit der Regisseurin in Bochum und Köln

Fighter

D 2016 • 100 Min.  Regie: Susanne Binninger

Sie kämpfen im Käfig. Weil sie es wollen, und weil andere das sehen wollen. Andreas Kraniotakes, Khalid Taha und Lom-Ali Eskijev sind Profis in Mixed Martial Arts (MMA). Sie prügeln sich im Zweikampf, auf offener Bühne, mit allen erlaubten Mitteln. Sie gehen an Grenzen, und überschreiten sie; die ihres Körpers, gesellschaftliche Regeln, moralische Tabus. Damit verbunden sind extreme Gefühlszustände; bei den Kämpfern, ihren Unterstützern und Fans, aber auch bei den Gegnern. MMA ist in Deutschland vor allem im Migrantenmilieu verankert, und steht unter großem öffentlichen Druck. Die Akteure sind sozial ausgegrenzt, das Geschehen emotional aufgeladen. Aber die Kämpfer wollen als Sportler anerkannt werden; dafür trainieren sie hart, und leben asketisch. Kraniotakes, Taha und Eskijev sind moderne Gladiatoren; sie dürfen nicht altern, sich nicht verletzen - und eigentlich auch nicht verlieren.