Dokumentarfilme aus NRW

APOLLO 1

GB/D 2024 • 102’ • OmeU • Regie: Mark Craig

 

Als es der Sowjetunion am 12. April 1961 gelingt, den ersten Menschen in den Weltraum zu schicken, steigt in den USA der Druck. Schließlich verkündet Präsident John F. Kennedy einen ambitionierten Plan: Noch innerhalb der 1960er Jahre soll ein bemannter Flug zum Mond realisiert werden. Koste es, was es wolle. Doch im Wettstreit um den Mond ereignete sich eine Tragödie: Am 27. Januar 1967 kommt es während eines Routinetests zu einem tragischen Unfall, der das ganze Land erschüttert und drei Astronauten das Leben kostet: Gus Grissom, Ed White und Roger Chaffee, so die Namen der Besatzung der ersten bemannten Raumfahrtmission im Rahmen des Apollo-Programms der NASA. Sie ebneten all denjenigen den Weg, die später den Mond erreichen sollten: Dass am 21. Juli 1969 – nur rund zweieinhalb Jahre nach der Katastrophe – Neil Armstrong erfolgreich auf dem Mond landet, wäre ohne die Erfahrungen der Apollo-1-Mission unmöglich gewesen. Ehemalige NASA-Verantwortliche und Hinterbliebene der Verstorbenen gewähren einen emotionalen Einblick in die Zeit vor und nach dem Tod der Astronauten. Aus ihrer sehr persönlichen Perspektive erzählt der Dokumentarfilm die inspirierende Geschichte dreier fast vergessener Pioniere, die mit einem unbändigen Willen für ihren großen Traum gearbeitet haben und damit den Grundstein für einen großen Schritt der Menschheit legten.


KÖLN
Filmhaus Kino Fr. 30.1. – 20.15 h   Gast: Mark Craig

BRÜHL
Zoom Kino Di. 27.1. – 20.15 h   

DORTMUND 
Roxy Kino Di. 28.1. – 19.00 h   


BÄRBEL BOHLEY – TAGEBUCH EINER AUFLEHNUNG

D/CH 2025 • 96’ • DF • Regie: Fosco Dubini, Barbara Marx

Bärbel Bohley war eine ostdeutsche Künstlerin und Bürgerrechtlerin. Sie wurde 1988 als Oppositionelle in der DDR verhaftet und zwangsweise in den Westen abge­schoben. Über die Zeit in Westdeutschland und ihre Reisen nach England, Frankreich und Italien, sowie ihre Begegnungen mit westeuropäischen Intellektuellen, Politikern und Politikerinnen führte sie ein Tagebuch als Zeugnis ihres ungebrochenen Widerstands. Nach 6 Monaten erkämpfte sie ihre Rückkehr in die DDR – ein einmaliger Vorgang. Sie wurde Mitbegründerin der Bürgerrechtsbewegung ‚Neues Forum‘ und das prominente Gesicht der friedlichen Revolution 1989. Sie verstarb 2010 an Krebs.

 

Die kurze intensive Phase radikaler Veränderung 1988–89 in der DDR steht im Fokus des Films. Parallel zu den Stationen des Tagebuchs, denen die Filmerzählung folgt, schildern enge Freunde und Mitstreiterinnen ihre eigenen Erfahrungen mit der Staatssicherheit, den perfiden Unterdrückungsmaßnahmen und den Haftbedingungen im Gefängnis Berlin­ Hohenschönhausen. Auch die Frage, ob politische Häftlinge in den Gefängnissen möglicherweise radioaktiv verstrahlt wurden, wirft ein neues Licht auf das Regime der DDR. Zudem ergänzen die Protagonisten und Protagonistinnen die eigenen Aussagen Bohleys durch ihre Perspektive auf ihre Ausbürgerung und ihre Biografie. 

KÖLN
Filmhaus Kino Sa. 24.1. – 17.00 h   Gast: Fosco Dubini & Barbara Marx

BIELEFELD
Kamera Fr. 23.1. – 19.00 h   Gast: Fosco Dubini

DUISBURG
Filmforum Fr. 23.1. – 17.45 h

DORTMUND
SweetSixteen So. 25.1. – 17.00 h   Gast: Fosco Dubini

MÜLHEIM
Rio Filmtheater Sa. 31.1. – 17.00 h

DÜSSLEDORF
Metropol So. 01.2. – 14.00 h   Gast: Fosco Dubini


KURZFILMPROGRAMM NRW

GREATINGS FROM SEASIDE HEIGHTS

USA/D 2025 • 15’ • OmdU • Regie: Klara Schmickler

Zwischen Konsumrausch und stillem Verfall: Ein Portrait eines Ortes, der seine Zukunft verspielt und von Menschen, die darin nach Sinn suchen. Wie ein Hurricane fegt jeden Sommer eine Flut an Touristen über den kleinen Ferienort Seaside Heights in New Jersey. Für die Anwohnenden birgt dies finanzielle Chancen, doch gleichzeitig auch großen Frust.

 

58 KILO

D 2024 • 22’ • OmdU • Regie: Fine Gumpert

Wieder und wieder werfen sich Sofia und Klara gegenseitig auf den Rücken. Ringen ist ein harter Sport, doch für die zwei jungen Kirgisinnen bedeutet jeder Griff mehr Selbstbewusstsein. „58 Kilo“ erzählt von Entschlossenheit, Ausdauer, darüber, wieder und wieder aufzustehen, es erneut zu versuchen und für sich selbst einzustehen.

 

SÜDSTRAND

D 2025 • 29’ • DF • Regie: Laura Baalmann

 

Südstrand beobachtet den Mikrokosmos von 16 Jugendlichen während ihres zweiwöchigen Rettungsschwimmdienstes auf der Ostseeinsel Fehmarn. Der Film zeigt, wie sie zwischen Verantwortung, Gruppenzugehörigkeit und persönlicher Selbstfindung navigieren und taucht dabei beobachtend in ihren Alltag ein. 

 

KÖLN
Filmhaus Kino Sa. 31.1. – 20.00 h   Gäste: Laura Baalmann, Klara Schmickler, Fine Gumpert & Jan Ruckes

 

 

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MYKONOS – SUPER PARADISE

D 2025 • 88’ • OmdU • Regie: Steve Krikris

In den 1970er Jahren entwickelte sich eine kleine griechische Insel zu einem Symbol für Hoffnung, Freiheit und Selbstverwirklichung. Mykonos war das „Paradies auf Erden“ und ist es für manche noch immer...

In den letzten 70 Jahren hat Mykonos Veränderungen erlebt, die die Grenzen der Vorstellungskraft auf die Probe stellen. Früher war es spottbillig, heute ist es unerschwinglich; früher war es „abseits der ausgetretenen Pfade“, heute ist es ein Top-Reiseziel; früher war es inklusiv, heute ist es exklusiv.

 

Was ist passiert? Anhand von eindrucksvollem Archivmaterial zeichnet der Film die Verwandlung Mykonos' von der Armut nach dem Zweiten Weltkrieg zu seiner heutigen Anziehungskraft nach und beleuchtet dabei die Dualität der Insel. Exklusive Interviews mit Einheimischen und Auswanderern bieten intime, vielfältige Einblicke in diese komplexe und faszinierende Insel.

KÖLN
Filmhaus Kino So. 01.2. – 16.00 h   

DUISBURG
Filmforum Mi. 28.1. – 18.00 h   

BRÜHL
Zoom Kino Do. 29.1. – 18.00 h  

ESSEN 
Filmstudio Glückauf So. 01.2. – 15.00 h   

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NONNA

D/I 2025 • 72’ • OmdU • Regie: Vincent Graf

Rosa hat über drei Jahrzehnte in Deutschland gelebt und gearbeitet, mit dem hart verdienten Geld wurde zu Hause, in Süditalien, ein Haus gebaut. Es war ursprünglich als Sicherheit für die ganze Familie gedacht, aber die blieb in Deutschland, als Rosa Ende der 1990er dort einzog. Seit ihr Mann gestorben ist, betreibt sie darin allein ein doppelstöckiges Bed and Breakfast, das seine beste Zeit bereits hinter sich hat […]. Rosa hat schlechte Laune, beklagt sich im Stillen und streitet laut mit dem Bruder, der nebenan wohnt. Die Familie ist weit weg. Nur die regelmäßigen Fahrten ans nahe Meer, das auch im Winter schön ist, machen sie glücklich. Was tun mit einem Vermächtnis, das niemand haben will?

 

„Nonna“ ist eine Würdigung der Großmutter durch ihren filmemachenden Enkel, die präzise und mit leisem Witz Menschen, Orte und Zeit erfasst, und von einer Lebensbewegung zwischen zwei Heimaten erzählt, die nicht so verlaufen ist, wie man sich das einmal vorgestellt hat. DOK Leipzig

KÖLN
Filmhaus Kino Fr. 23.1. – 20.00 h   Gast: Vincent Graf

DÜSSELDORF
Metropol Sa. 24.1. – 16.30 h   Gast: Vincent Graf

ESSEN 
Filmstudio Glückauf So. 25.1. – 15.00 h   Gast: Vincent Graf

BRÜHL
Zoom Kino So. 25.1. – 20.15 h   Gast: Vincent Graf

DORTMUND
SweetSixteen Di. 27.1. – 19.00 h   Gast: Vincent Graf

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Schwarzers Kosmos

D 2025 • 90’ • DF • Regie: Klaus Martens

Der Düsseldorfer Künstler Bernd Schwarzer hat sich mit Haut und Haaren einem Gesamtkunstwerk verschrieben. Schwarzer nennt es das „Europa Kunstwerk“. Solcher Art politisch aufgeladen hängen seine Bilder nicht nur in den Museen, sondern im Schloss Bellevue beim Deutschen Bundespräsidenten, im Bundestag oder demnächst im Europäischen Parlament. Wenngleich Schwarzers pastose Technik, seine handwerklichen Qualitäten einzigartig sind - manche behaupten gar, er sei genial - entgleitet ihm die Kontrolle über sich und seine Kunst. Schwarzer strapaziert die Geduld seiner Sammler und Galeristen und treibt die, die an ihn glauben, in schiere Verzweiflung. Dem Künstler scheint jedes Maß für sich und seine Kunst verloren zu gehen.

 

Der Film „Schwarzers Kosmos“ ist das Sittenbild eines exzentrischen Kunstmarktes mit all den dazugehörigen Klischees von Unangepasstheit, Freiheit, Genie und Wahnsinn. Am Ende des Films geht es nur noch um die Frage, ob der Künstler selbst diesen Wahnsinn überstehen wird.

KÖLN
Filmforum NRW So. 25.1. – 17.00 h   Gast: Klaus Martens + Bernd Schwarzer

DÜSSELDORF
Metropol Sa. 31.1. – 14.00 h   Gast: Klaus Martens + Bernd Schwarzer

DÜSSELDORF
Metropol Sa. 31.1. – 17.00 h   Gast: Klaus Martens + Bernd Schwarzer

 

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sr

D 2024 • 103’ • OmdU • Regie: Lea Hartlaub

 

In einer puristischen Filmsprache und bühnenhaften Tableaus erzählt sr vom Menschen und von durch ihn geschaffene Wirklichkeiten. 16 fragmentarische Episoden führen in 91 Einstellungen an 30 Handlungsorte – unter anderem auf eine Insel im Westpazifik, in einen Lesesaal in New York, zu einer Keramikfabrik bei Peking, auf eine Landebahn im Niger.
Dabei trifft der Film auf Vermutungen, Behauptungen und die Relativität von Wissen, auf koloniale Relikte, hegemoniale Strukturen, auf Aneignungen und den Umgang mit Exotik. Ein wiederkehrendes Motiv, die Giraffe, erscheint mal direkt, mal am Rande. Eine Vielschichtigkeit entsteht, in der sich weit mehr andeutet, als das, was auf den ersten Blick sichtbar wird.

KÖLN
Filmhaus Kino So. 01.2. – 18.00 h   Gast: Lea Hartlaub

DÜSSELDORF
Metropol Sa. 24.1. – 14.00 h   Gast: Lea Hartlaub

BIELEFELD
Kamera Di. 27.1. – 19.00 h   Gast: Lea Hartlaub

DORTMUND
SweetSixteen So. 01.2. – 19.00 h  

 

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